Der deutsche Wald kann mehr als rauschen

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Sträucher

Kapitel in: Sträucher

Heidekraut oder Besenheide

Heidekraut - Bildquelle: Ernst Klett VerlagHeidekraut

Die weiten Heiden Norddeutschlands hüllen sich im Spätsommer, wenn Heidekraut und Glockenheide blühen, in leuchtendes Rosaviolett. Menschliche Rodungstätigkeit und Schafweidewirtschaft haben die Massenentfaltung des Heidekrauts stark begünstigt. Von Natur kommt die beinah halbmeterhohe Pflanze vor allem in lichten, sandigen Kiefern- und Eichenwäldern vor, vielfach zusammen mit Heidel- und Preiselbeeren (die ebenfalls zu den Heidekrautgewächsen zählen) und oft in Gemeinschaft mit Pilzen. Die Pilze machen dieser Blütenpflanze - was im nährstoffarmen Boden besonders wichtig ist - schwer aufschließbare Stoffe zugänglich. Die jungen Heidekrauttriebe sind dicht mit kurzen, nadelartigen Blättchen bedeckt, die Blüten mit ihrem rosavioletten kronenförmigen Kelch stehen meist einseitig. Aus den biegsamen Stengelbüscheln hat man früher Besen gefertigt, die knorrigen Wurzeln nahm man für Pfeifen und Schnitzereien.

Glockenheide - Bildquelle: Ernst Klett VerlagGlockenheide

Die verwandte Glockenheide, die feuchtere Standorte bevorzugt, hat wesentlich größere, glockenförmige Blüten. In den Alpen und im Alpenvorland blüht, oft schon im Februar, in lichten Kiefernwäldern die Schneeheide: das kräftige Rotviolett ihrer Blüten färbt manchmal die Flur kilometerweit.

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