Krause
Glucke
Wer als Pilzsammler auf eine Krause Glucke stößt, unsere größte Ziegenbart- oder Korallenpilzart, darf sich selbst einen Glückspilz heißen. Schon ein einziges Exemplar dieses cremefarbenen bis blassgelben, am Grunde von Kiefernstämmen wachsenden Pilzes kann eine ganze Mahlzeit ergeben.
Der Pilz wird fast zwanzig Zentimeter hoch und dreißig Zentimeter breit, sein Gewicht ist entsprechend Gewaltig: zwei bis fünf Kilo. Die Säuberung des vielfach verästelten, von fern wie eine sitzende Glucke aussehenden Pilzes bereitet Mühe: Nadeln., Ästchen, Erdkrümel verstecken sich zwischen den blumenkohlartigen, wellig-krausen Abschnitten. Dafür entschädigt der gute Geschmack der Glucke, die man zerkleinert schmort oder durchbrät. Mit gequirltem Ei übergossen schmeckt sie prächtig. Ältere Exemplare sind bitter und können Verdauungsstörungen hervorrufen. Die Glucke, die an ihren flachgedrückten, gewundenen Abschnitten leicht zu erkennen ist, erscheint im Hochsommer und im Herbst.