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Pilze

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Die Krause Glucke

Krause Glucke  - Bildquelle: Ernst Klett Verlag Krause GluckeKrause Glucke

Wer als Pilzsammler auf eine Krause Glucke stößt, unsere größte Ziegenbart- oder Korallenpilzart, darf sich selbst einen Glückspilz heißen. Schon ein einziges Exemplar dieses cremefarbenen bis blassgelben, am Grunde von Kiefernstämmen wachsenden Pilzes kann eine ganze Mahlzeit ergeben. Die Glucke, die an ihren flachgedrückten, gewundenen Abschnitten leicht zu erkennen ist, erscheint im Hochsommer und im Herbst.

Der Pilz wird fast zwanzig Zentimeter hoch und dreißig Zentimeter breit, sein Gewicht ist entsprechend Gewaltig: zwei bis fünf Kilo. Die Säuberung des vielfach verästelten, von fern wie eine sitzende Glucke aussehenden Pilzes bereitet Mühe: Nadeln., Ästchen, Erdkrümel verstecken sich zwischen den blumenkohlartigen, wellig-krausen Abschnitten.

Zum ersten Säubern eigenen sich die Badewanne und die Duschbrause. Nach dem Zerkleinern sollte der Pilz noch einmal unter fließendem Wasser gereinigt werden. Wollen Sie die Krause Glucke (auch Fette Henne genannt) panieren so schneiden Sie den morchelartig schmeckenden Pilz in Scheiben, wenden diese in verquirltem, mit Salz und Pfeffer gewürztem Ei und dann in Semmelbröseln. Braten Sie die panierten Scheiben bei mittlerer Hitze in Butter oder Öl goldbraun.

Sie können den Strunk wie Schweinefilet zubereiten. Dazu wird der abgetrocknete gesalzene Strunk kurz bei scharfer Hitze angebraten und bei niedriger Temperatur fertig gebraten. Die abgeschnittenen blätterartigen Reste werden zerkleinert und mit Zwiebeln, Salz und Pfeffer in Butter geschmort. Normalerweise muss kein Wasser zugegeben werden. Am Ende eine Messerspitze Senf und Sahne nach Belieben dazugeben.

Man kann die krause Glucke auch in blättrige Röschen zerzupfen. Diese lassen sich gut zusammen mit ein wenig Schinkenspeck und Zwiebeln schmoren. Dabei können Sie ab und zu ein wenig Weißwein, Brühe oder Wasser dazugeben und zum Schluss noch etwas Sahne zur Verfeinerung angießen.

Man sollte möglichst junge Pilze suchen, ältere Exemplare können Verdauungsstörungen hervorrufen.

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